Ein versperrter Notausgang in einem Unternehmen mit einer Holzpalette und Kartons als Beispiel für einen häufigen Brandschutz-Mangel.

Die 5 häufigsten Brandschutz-Mängel in Unternehmen – aus der Praxis eines Brandschutzbeauftragten

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Inhaltsübersicht

Brandschutz Mängel in Unternehmen gehören zu den häufigsten Problemen bei Brandschutzbegehungen in kleinen und mittelständischen Betrieben. Oft sind es scheinbar harmlose Dinge wie zugestellte Fluchtwege, verkeilte Brandschutztüren oder fehlende Unterweisungen.

Genau diese Punkte können im Ernstfall jedoch große Folgen haben, für Mitarbeitende, Betrieb und Versicherungsschutz.

Als externe Brandschutzbeauftragte sehen wir bei Begehungen im Raum Ostalbkreis, Ellwangen, Aalen, Baden-Württemberg und Bayern regelmäßig typische Schwachstellen in Unternehmen. Die gute Nachricht: Viele davon lassen sich schnell und unkompliziert beheben.

Hier sind die häufigsten Brandschutz-Mängel aus der Praxis.

Zugestellte Fluchtwege und Notausgänge

Einer der häufigsten Mängel in Unternehmen sind blockierte Fluchtwege.

Typische Beispiele:

  • Kartons im Flur
  • Paletten vor Notausgängen
  • abgestellte Maschinen
  • Materiallagerung in Rettungswegen

Im Alltag fällt das oft kaum auf. Im Brandfall kann es jedoch entscheidende Sekunden kosten.

Gerade in Lager, Produktion oder Werkstatt werden Fluchtwege häufig „kurzzeitig“ genutzt – und genau daraus entstehen dauerhafte Risiken.

Praxis-Tipp:

Fluchtwege sollten regelmäßig kontrolliert werden, nicht nur kurz vor einer Brandschutzbegehung.

Brandschutztüren werden offen gehalten

Brandschutztüren sollen verhindern, dass sich Feuer und Rauch schnell ausbreiten. Trotzdem sehen wir bei Begehungen immer wieder Türen, die mit Keilen, Kartons oder Gegenständen offen gehalten werden.

Das passiert häufig:

  • zwischen Lager und Produktion
  • in Werkstätten
  • in Bürobereichen
  • bei stark frequentierten Türen

Das Problem: Im Ernstfall verliert die Tür ihre Schutzfunktion.

Praxis-Tipp:

Wenn Türen dauerhaft offen bleiben müssen, sollten zugelassene Feststellanlagen verwendet werden – nicht improvisierte Lösungen.

Feuerlöscher sind nicht erreichbar oder nicht geprüft

Viele Betriebe besitzen Feuerlöscher – allerdings sind sie oft:

  • zugestellt
  • schlecht sichtbar
  • nicht geprüft
  • oder Mitarbeitenden gar nicht bekannt

Im Ernstfall zählt jedoch jede Sekunde.

Besonders häufig sehen wir:

  • Feuerlöscher hinter Ware
  • fehlende Kennzeichnung
  • abgelaufene Prüfplaketten
  • falsche Löscher für bestimmte Bereiche

Praxis-Tipp:

Nicht nur die Anzahl der Feuerlöscher ist wichtig, sondern auch Erreichbarkeit, Sichtbarkeit und regelmäßige Prüfung.

❕Mehr zur betrieblichen Betreuung im Brandschutz: Externer Brandschutzbeauftragter für Unternehmen

Fehlende Brandschutzunterweisungen

Ein weiterer häufiger Punkt: Mitarbeitende wissen oft nicht:

  • wie sie sich im Brandfall verhalten sollen
  • wo Sammelstellen sind
  • wo Feuerlöscher hängen
  • oder wer Ansprechpartner im Notfall ist

In vielen Unternehmen fehlen außerdem dokumentierte Unterweisungen oder ausgebildete Brandschutzhelfer.

Besonders bei neuen Mitarbeitenden oder wachsenden Betrieben entstehen hier schnell Lücken.

Praxis-Tipp:

Kurze, praxisnahe Unterweisungen sind meist deutlich effektiver als komplizierte Theorie-Schulungen.

❕Mehr Informationen: Brandschutzhelfer-Ausbildung für Unternehmen

Akkus und Ladebereiche werden unterschätzt

Lithium-Ionen-Akkus gehören mittlerweile zu den häufigsten Brandrisiken in Unternehmen.

Typische Probleme:

  • Laden über Nacht
  • beschädigte Akkus
  • Ladegeräte auf brennbaren Materialien
  • keine festen Ladebereiche
  • Akkus in Fluchtwegen oder Lagerräumen

Besonders in Werkstätten, Logistik, Hausverwaltung oder Industrie sehen wir hier zunehmende Risiken.

Praxis-Tipp:

Akku-Ladebereiche sollten bewusst geplant werden – nicht dort entstehen, wo zufällig eine Steckdose frei ist.

❕Mehr zum Thema Lithium-Ionen-Brandschutz: Brandschutz für Lithium-Ionen-Akkus

Fazit: Viele Brandschutz-Mängel entstehen im Alltag

Die meisten Brandschutz-Mängel entstehen nicht absichtlich. Sie entwickeln sich schleichend im täglichen Betrieb – durch Zeitdruck, Gewohnheit oder fehlende Zuständigkeiten.

Genau deshalb lohnt sich eine regelmäßige Brandschutzbegehung.

Oft reichen bereits kleine Maßnahmen, um Risiken deutlich zu reduzieren und den Brandschutz im Unternehmen nachhaltig zu verbessern.

Wir unterstützen Unternehmen im Ostalbkreis, Raum Ellwangen, Aalen sowie in Baden-Württemberg und Bayern bei:

  • Brandschutzbegehungen
  • externer Brandschutzbetreuung
  • Schulungen
  • Brandschutzhelfer-Ausbildungen
  • Lithium-Ionen-Brandschutz

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